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Ardjana Gashi betonte im "Wien heute"-Gespräch die Wichtigkeit, den Ängsten von Kindern Raum zu geben, ohne sie zu verstärken. Kinder brauchen Raum für ihre Gefühle - das betonte Gashi gleich zu Beginn: "Es ist wichtig, die Kinder direkt anzusprechen und ihnen zuzuhören." Eltern sollten aufmerksam auf Verhaltensveränderungen achten, etwa wenn sich Kinder zurückziehen oder unruhiger wirken. Dabei sei es entscheidend, Ängste ernst zu nehmen, ohne sie zu überbetonen: "Dass wir sie ernst nehmen, ihre Ängste, aber ihnen nicht zu viel Raum geben, dass wir diese Ängste vielleicht auch stärken."
(Bild) Ein Sanitäter mit Schutzmaske
Mehr zum Thema Rotes Kreuz: Wie Krisenintervention abläuft "Leben in einem sicheren Land"Offenheit hilft - auch aufseiten der Erwachsenen. Eltern dürfen laut Gashi durchaus eigene Unsicherheiten thematisieren, solange sie dabei nicht selbst Angst verstärken: "Es ist auch wichtig zu betonen, dass wir in einem Land leben, das sicher ist." Dieses Gefühl von Sicherheit zu vermitteln, sei für Kinder besonders beruhigend.
Auch für Lehrerinnen und Lehrer ist die Situation oft belastend. Gashi rät, die eigene psychische Verfassung zu reflektieren, bevor man mit der Klasse über das Thema spricht: "Ganz wichtig ist auch da: mal zu schauen, wie geht es mir?" Bei Bedarf solle man sich im Kollegium austauschen oder externe Hilfe in Anspruch nehmen.
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Inhalte auf Social MediaEin weiterer Aspekt betrifft die sozialen Netzwerke, auf denen oft verstörende Bilder und Videos kursieren. "Das Anschauen solcher Videos verstärkt nur die Angst", warnte Gashi eindringlich. Deshalb sollten Eltern und Lehrkräfte mit Kindern über solche Inhalte sprechen und sie ermutigen, diese bewusst zu meiden. Wenn Ängste länger anhalten, rät Gashi zur professionellen Unterstützung. Die Psychosozialen Dienste Wien bieten unter der Nummer 01/ 31 330 Hilfe für Kinder, Jugendliche, Lehrkräfte und Angehörige.
Abschließend appellierte Gashi an Eltern: "Zuhören, Kinder beruhigen, ihnen dieses Sicherheitsgefühl nochmals verstärken." Denn oft genügt schon das offene Gespräch, um diffuse Ängste aufzulösen - und Kinder wieder ein Stück Sicherheit zurückzugeben.
Dieser Artikel stammt von ORF und nicht von Retrospace. Für den Inhalt ist ORF verantwortlich.
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