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Sonstiges # Die Microsoft'schen Linux-Mythen des Jahres 1999

Diesen Artikel hat Microsoft so im Jahr 1999 auf seiner Website veröffentlicht, da es sich durch die steigende Beliebtheit von Linux massiv bedroht gefühlt hat.


Mit all der jüngsten Aufmerksamkeit rund um Linux als Betriebssystem ist es wichtig, einen Schritt zurückzutreten und die Realität hinter dem Hype zu betrachten. Zunächst ist es erwähnenswert, dass Linux ein UNIX-ähnliches Betriebssystem ist. Linux basiert im Kern auf 30 Jahre alter Betriebssystemtechnologie und -architektur. Linux wurde nicht von Grund auf dafür entworfen, symmetrisches Multiprocessing (SMP), grafische Benutzeroberflächen (GUI), asynchrone Ein-/Ausgabe (I/O), ein fein abgestuftes Sicherheitsmodell und viele andere wichtige Eigenschaften eines modernen Betriebssystems zu unterstützen. Diese architektonischen Einschränkungen bedeuten, dass Linux, wenn Kunden nach einer Plattform suchen, um skalierbare, sichere und robuste Anwendungen kosteneffektiv bereitzustellen, den Hype einfach nicht erfüllen kann.

Mythos: Linux ist schneller als Windows NT

Realität: Windows NT 4.0 übertrifft Linux bei typischen Kunden-Workloads
Die Linux-Community behauptet, dass Leistung und Skalierbarkeit in den neuesten Versionen des Linux-Kernels (2.2) verbessert wurden. Es ist jedoch klar, dass Linux dem Windows NT® 4.0 Betriebssystem weiterhin unterlegen ist.

Mythos: Linux ist zuverlässiger als Windows NT

Realität: Linux benötigt echte Praxisnachweise statt anekdotischer Berichte
Die Linux-Community stellt Linux gerne als stabiles und zuverlässiges Betriebssystem dar, jedoch gibt es keine belastbaren realen Daten oder Kennzahlen sowie nur sehr begrenzte Kundennachweise, die diese Behauptungen stützen.

Mythos: Linux ist kostenlos

Realität: Ein kostenloses Betriebssystem bedeutet nicht niedrige Gesamtbetriebskosten
Die Linux-Community verweist häufig auf die kostenlose bzw. sehr kostengünstige Natur von Linux. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass die Lizenzkosten nur einen kleinen Teil der gesamten Entscheidungs- und Kostenstruktur für Kunden darstellen.

Mythos: Linux ist sicherer als Windows NT

Realität: Das Linux-Sicherheitsmodell ist schwach
Alle Systeme sind anfällig für Sicherheitsprobleme, jedoch ist zu beachten, dass Linux dasselbe Sicherheitsmodell verwendet wie ursprüngliche UNIX-Implementierungen – ein Modell, das nicht von Grund auf für moderne Sicherheitsanforderungen entwickelt wurde.

Mythos: Linux kann Windows am Desktop ersetzen

Realität: Linux ergibt am Desktop keinen Sinn
Linux als Desktop-Betriebssystem ergibt keinen Sinn. Ein Benutzer würde am Ende ein System erhalten, das weniger Anwendungen bietet, schwieriger zu bedienen und zu verwalten ist und weniger intuitiv ist.

Zusammengefasst

Das Linux-Betriebssystem ist nicht für den breiten Einsatz durch Geschäfts- oder Privatanwender geeignet. Mit Windows NT 4.0 können Kunden heute sicher sein, Anwendungen bereitzustellen, die skalierbar, sicher und zuverlässig sind – und dennoch kosteneffizient implementiert und verwaltet werden können. Linux hat eindeutig noch einen langen Weg vor sich, um mit Windows NT 4.0 konkurrenzfähig zu sein. Mit der Einführung des Betriebssystems Windows 2000 erweitert Microsoft die technische Überlegenheit der Plattform weiter und stellt sicher, dass Kunden die nächste Generation von Anwendungen zur Lösung ihrer geschäftlichen Herausforderungen bereitstellen können.

Quellen

  1. Siemens & SuSE kündigten im September 1999 einen Patch an, um die Unterstützung auf 4 GB zu erweitern, obwohl dies nicht Teil des 2.2-Kernels oder großer Distributionen ist.
  2. Linux: How Good Is It? D. H. Brown Associates Inc., April 1999
  3. Forrester Research, Software Vendors Crown Server OS Kings, 31. August 1999

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